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Membranfiltrations- Anlagen lösen Schmieröle aus Waschlauge

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Presseclips



 

Membranfiltration von Wäschereiabwasser

von Max Kobelt

 

1. Aufbereiten von Wäscherei-Abwasser 

Beim Aufbereiten von stark verschmutzter Arbeitskleidung entsteht auch stark verschmutztes, öliges/fettiges Abwasser. Die kantonalen Behörden geben den Wäschereien unter anderem vor, welche Inhaltsstoffe in welcher Konzentration im Abwasser vorhanden sein dürfen. Mit Membranfiltrations-Anlagen können zum Beispiel die Schmieröle wieder aus der Waschlauge entfernt werden. Je nach Verschmutzung des filtrierten Wassers, kann dieses wieder im Waschprozess eingesetzt werden oder abgeleitet werden. Das aufkonzentrierte Schmutzwasser (Retentat) muss gesondert entsorgt werden (zB. Sondermüll-Verbrennung).

 

2. Mögliche Probleme beim Aufbereiten von Wäscherei-Abwasser 

Alle Membranfiltrations Anlagen sind darauf angewiesen, dass die Poren offen sind. Es können darum auch keine Zeolith-haltigen (Wasserenthärter) Pulverwaschmittel eingesetzt werden in einem Waschprozess, dessen Abwasser dann mit einer Membranfiltration behandelt wird. Während des Filtrierens wird die gewünschte Aufkonzentrierung der Inhaltsstoffe erreicht, dies kann jedoch bei gewissen Stoffen dazu führen, dass sie dabei unlöslich werden und die Poren verstopfen. Beispiele dafür sind Eisenhydroxid (Rost), Kalkablagerungen. Der kritischste Inhaltsstoff kommt jedoch aus dem Waschmittel: Alkalisilikate. Diese sind nur im alkalischen Bereich wasserlöslich. Sobald der pH-Wert über längere Zeit unter 9 liegt ergeben Alkalisilikate völlig unlösliche Ausfällungen. Der Ersatz von blockierten Membranen ist sehr teuer. Darum ist der Betrieb solcher Anlagen professionell zu überprüfen.

In unserem F&B Segment bieten wir Membran-Reinigungsmittel für verschiedenste Anwendungen an. Das F&B Team gibt gerne weitere Auskünfte über deren Einsatz.

 

 

3. Unterschiedliche Filtrationsverfahren 

 

3.1 Tiefenfiltration

Bei der Tiefenfiltration werden die Trubpartikel im Inneren der Schicht zurückgehalten. Dies geschieht durch Adhäsion an den Filterhilfsmitteln wie Kieselgur oder Cellulose-Fasern. Tiefenfiltration zeichnet sich durch hohe Trubaufnahmekapazitäten aus. Sie leisten in einem Filterprozess die Hauptarbeit. Tiefenfilterschichten verblocken erst sehr spät.

 

3.2 Oberflächenfiltration

Die Vorstellung eines Kaffeefilters gibt das Prinzip der Oberflächenfiltration ganz gut wieder. Die Trubteile werden durch die Maschen des Filters zurüchgehalten.

Oberflächenfilter verblocken recht schnell. 

 

3.3 Membranfiltration/ Umkehrosmose, Nano-, Ultra-, Mikro und Partikelfiltration

Die Filtration beruht hauptsächlich auf einer Siebfiltration. Nieder- und hochmolekulare Stoffe werden selektiv getrennt. Die Flüssigkeit wird über Membranrohre mit Druck und hoher Geschwindigkeit umgewälzt. Jedes Membranrohr ist mit einer selektiven Membran beschichtet – hier findet die Trennung in Filtrat und Retentat statt. Durch das tangential fliessende Produkt wird eine Deckschicht ("Sekundärmembran“) gebildet und damit die Prozesssicherheit erhöht. Die Unterteilung der Membranfiltration beruht auf der jeweils definierten Membrantrenngrenze / Porengrösse die als Cut-Off bezeichnet wird.

 

Filtrationsmodule und Membranen sind in verschiedenen Materialen erhältlich:

·         Polymere ( Polysulfon / PVDF)

·         Keramik

·         Edelstahl rostfrei (V4A ,Titaniumdioxid)

Je nach Material, sind sie mehr oder weniger Druck- und Temperaturstabil und chemikalienresistent.

 

Typische Einsatzgebiete

·         Fruchtsäfte und Gemüsesäfte

·         Aromen- und Pflanzenextrakte

·         Recycling von Entfettungs- und Waschlösungen

·         Trennung von Oel/Wasser-Emulsionen

·       Rückgewinnung von Farb-Dispersionen